Aufstellung der Lärmkarten
Lärmkarten stellen die Lärmbelastung der Bevölkerung unter anderem grafisch und flächenhaft dar. Die Lärmbelastung wird über eine Lärmausbreitungsrechnung ermittelt, in die neben den Emissionsdaten der relevanten Quellen auch Daten über die Bebauung und andere Hindernisse sowie über das natürliche Gelände eingehen.
Damit die Lärmkarten europaweit verglichen werden können, werden LDEN und LNight als einheitliche Kenngrößen für die Geräuschimmissionen verwendet.
Bei LDEN handelt es sich um einen gemittelten Schalldruckpegel über den gesamten 24-stündigen Tag mit Gewichtungsfaktoren von 5 dB(A) und 10 dB(A) für die vierstündige Abendzeit bzw. die achtstündige Nachtzeit, der einen Indikator für die Belästigung darstellt. LNight ist ein gemittelter Schalldruckpegel über die achtstündige Nachtzeit, mit dem Aussagen über Schlafstörungen gemacht werden können.
In Deutschland werden zur Berechnung der Lärmimmissionen die bestehenden nationalen Berechnungsverfahren angewendet, die an die Anforderungen der EU-Richtlinie angepasst wurden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Europäische Kommission europäisch harmonisierte Berechnungsverfahren veröffentlichen, deren Anwendung obligatorisch sein wird.